2011 Ford Mustang

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Ford Mustang, eine Ikone der amerikanischen Automobilindustrie, Inbegriff grenzenloser Freiheit und amerikanischen Lebensgefühls.
Bereits die Erscheinung des 2005er Modelljahres erweckte in mir den Wunsch, einmal selber einen Mustang zu besitzen, ich war damals 14 Jahre alt. Doch es blieb zunächst ein Traum.
Im Jahr 2010 sah ich dann zufällig in einem Werbespot die überarbeitete Version des S197, die 2011er Baureihe. Im Werbespot wurde ein schwarzer Ford Mustang V6 präsentiert und ich war sofort verliebt. Demnach bestrebten sich meine Bemühungen über eine Sammlung von Informationen über das Fahrzeug. Im Jahr 2011 konnte ich mir dann meinen Traum erfüllen und kaufte mir in München bei Bavaria Sports Cars einen gebrauchten 2011 V6 Mustang Pony Package.

 

Optik

Allgemein gefiel mir die seit 2005 wieder eingeführte Retroschiene von Ford sehr gut, jedoch war diese etwas in die Jahre gekommen und auch der Innenraum entsprach nicht meinen Vorstellungen.
Die Optik der 2010er Modellreihe war eine der ausschlaggebenden Gründe, weshalb ich unbedingt dieses Auto fahren wollte und mich dann auch letztendlich für einen 2011er Mustang entschied. In meinen Augen wurde die Silhouette des S197 noch einmal im Detail verbessert. Front und Heck wirken stimmiger, die Front sieht aggressiver aus als beim Vorgänger, selbst im Vergleich zum neuen 2013er Modelljahr. Auch die dreigeteilten Kammern der Heckleuchten spiegeln eine erfolgreiche Anlehnung an die ersten Mustangs aus den 60er Jahren wieder und sind somit durchweg markant geblieben.
Ebenso die Dachlinie, in Anlehnung an die ersten Fastbacks wurde gut in das Design implementiert.
Durch diese ausgesprochen stimmig maskuline Optik ist der Wagen natürlich ein Blickfang bei Jung und Alt weshalb man durchweg positives Feedback erntet.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es aber auch an Ford. Die Radioantenne sowie die Satellitenantenne hätte man elegant hinter der Heckscheibe verstecken können.
Auch der unlackierte Heckansatz sowie die Seitenschweller mindern die Wertigkeit des Wagens. Aus diesem Grund wurden alle unlackierten Kunststoffteile aufwendig vom Lackierer aufgearbeitet und lackiert.

Leistung

Den 3,7l V6 mit werksmäßigen 309PS kann man wirklich empfehlen. Er ist sehr drehfreudig, agil und zudem noch sparsam. Der Verbrauch bei Vollgasfahrten steigt nicht über 14l, bei normaler Fahrweise pendelt er sich zwischen 8-10 Litern ein. Die Beschleunigungsleistung entspricht ab Werk etwa dem alten 4.6l V8. Standardmäßig liegt diese bei etwa 5,7 sec von 0-100 km/h
Auf der Autobahn zieht er auch bei Geschwindigkeiten über 200 noch sehr gut an. Leider musste ich feststellen, dass der Motor durch das lahme Automatikgetriebe etwas abgewürgt wurde. Diesen Umstand kann man jedoch durch einen SCT- Tuner und passender Software beheben. Demnach schaltet das Getriebe jetzt sofort bei Betätigung des Gaspedals. Das Potential des Motors wird viel mehr ausgereizt.
Beim Mustang V6 sollte man beachten, dass die originale Kardanwelle nicht für Geschwindigkeiten über 200km/h ausgelegt ist. Deshalb wurden alle V6 ab Werk mit einer Geschwindigkeitssperre bei 187km/h begrenzt. Diese ist leicht mit einem SCT-Tuner zu entfernen.
Bitte beachtet jedoch, dass dann die originale Kardanwelle gegen eine Aluminiumkardanwelle ausgetauscht werden muss! Andernfalls könnte es zu einem Riss der OEM Welle kommen und ein Unfall mit unbekanntem Ausmaß zur Folge haben.
Die Standardbremse des Mustangs ist leider nicht für deutsche Straßen insbesondere den Autobahnen ausgelegt. Für normales Cruisen und langsame Fahrten reicht sie aus, für sportlich ambitionierte Fahrer jedoch nicht.
In diesem Fall sollte man zumindest auf bessere Bremsbeläge( Hawk, EBC) sowie DOT4 Bremsflüssigkeit zurückgreifen. Da 80% der Bremswirkung auf der Vorderachse liegen, reicht ein Wechsel der vorderen Bremseinheit aus.
In meinem Fall wurden noch gelochte/geschlitzte Bremsscheiben verbaut um die Bremswirkung der originalen zwei Kolben Bremsanlage zu erhöhen.
Das Fahrverhalten bzw. der Komfort ist bei einem Mustang GT/ V6 ab Werk sehr moderat. Das Fahrwerk entspricht im Bezug auf die Härte eher einem Mercedes, als einem Audi.
Ich wollte das Auto etwas sportlicher und härter, weshalb ich auf einen Satz H&R Federn sowie dem benötigten Panhardstab zurückgegriffen habe. Schöner Nebeneffekt, der Wagen steht nicht mehr so hochbeinig auf seinen 20 Zoll Felgen.
Nach diesem Schritt konnte man eine deutliche Verbesserung in Kurvenfahrten sowie beim Bremsvorgang spüren. Beim Freien Fahren auf dem Lausitzring lag der Wagen sehr gut in den Kurven.

Komfort

In Sachen Komfort ist der Mustang durchaus für längere Fahrten geeignet.

Die Sitze sind in der Premium-Ausstattung bequem, jedoch fehlt der Seitenhalt bei schnellen Kurvenfahrten. Zwei Minuspunkte gibt es im Bezug auf den Beifahrersitz sowie der Beinfreiheit im Fond.
Der Beifahrersitz ist nicht höhenverstellbar, das Platzangebot im Fond sehr begrenzt. Zu viert ist der Wagen nur für kurze Strecken zu empfehlen.
Positiv sind die vielen Ausstattungsextras beim der Premium-Ausstattung, diese sind häufig bei deutschen Herstellern aufpreispflichtig.
Der Innenraum hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich verbessert. Die Optik und Haptik entspricht in der Premium-Ausstattung dem Niveau deutscher Autohersteller.
Ich kann mich wirklich nicht beklagen, der „billige“ Look des Vorgängers ist verschwunden. Mehr braucht man nicht.

Fazit

Der Ford Mustang ist und bleibt mein Traumwagen. Ich fahre ihn nur noch an den Wochenenden und bei schönem Wetter. Als Alltagswagen hat er ausgedient, da ich ihn noch einige Jahre fahren möchte und es auch weiterhin ein Hobby bleiben soll.

Wie bei den meisten Amis kann man auch hier sagen: „Viel Auto für relativ wenig Geld“. Beim Preis- Leistungsverhältnis gibt es kaum Konkurrenz. Des weiteren bleibt er in Sachen Wartungs-und Verschleißkosten ungeschlagen.
Schwachstellen besitzt jedes Auto, die Schwachstellen beim Mustang sind zu verschmerzen. Er zaubert mir ununterbrochen ein Lächeln aufs Gesicht.

Positiv: Motor, Optik, Verbrauch, Seltenheit, Charakter
Negativ: Bremsen, Fahrwerk

„Nicht die perfekten Autos bleiben uns in Erinnerung, sondern die, die Leidenschaft und Charakter verkörpern“.

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