1977 Pontiac Grand Prix

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Wie ich zu meinem Pontiac gekommen bin: 2011 besuchte ich ein Oldtimertreffen und bestaunte ein Oldsmobile Cabrio. Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, ich brauche auch einen eigenen Ami- Schlitten. Ich hatte mich nicht auf eine bestimmte Marke festgelegt. Und so durchforstete Ich mobile und andere Foren und wurde fündig: Ein 1977er Pontiac Grand Prix.
Und wie es weiterging kann sich jeder denken: Probe gefahren und gekauft 

Optik

Das entscheidende Kaufkriterium war, es musste ein Coupé sein. Ein besonderes Detail der meisten Pontiacs aus den 60er und 70er Jahren, welches ich übrigens sehr mag, ist der spitz zulaufende Kühlergrill. Die Kombination aus dem weinroten Metallic- Lack, dem weißen Vinyldach und der originalen weißen Kunstlederausstattung mit Einzelsitzen machen das Fahrzeug zu einem Blickfang. Ebenso beindruckt mich das kantige, sehr markante Karosseriedesign.

Leistung

Die 5 Liter Hubraum und die 135 PS bewegen die 1,8 Tonnen entspannt und kraftvoll. Ein Cruiser eben! Die 3 Gänge werden sanft und zügig von der Turbo Hydra-matic geschalten. Der Verbrauch pegelt sich bei konstanten 100 Km/h bei ca. 15 Liter ein. In der Stadt natürlich nach oben hin offen  An der Vorderachse verfügt der 77er Grand Prix serienmäßig über innenbelüftete Scheibenbremsen, mit welchen man Dank des Bremskraftverstärkers auch gut zum Stehen kommt. An der Hinterachse sind Trommelbremsen verbaut. Typisch amerikanisch ist auch die Servolenkung, man kann locker mit dem kleinen Finger lenken.

Komfort

Die Einzelsitze ziehe ich persönlich einer durchgehenden Sitzbank vor, denn sie sind bequemer und bieten einen guten Seitenhalt. Auch auf der Rückbank sitzt man wie daheim auf dem Sofa. Das Fahrwerk ist typisch weich abgestimmt, man gleitet über jede Bodenwelle sanft hinweg. Dank der Schraubenfederung aber trotzdem nicht zu schwammig. Nach vielen Kilometern Autobahn erreicht man sein Ziel total entspannt. Elektrische Fensterheber sind die einzigen elektrischen Helferlein. An kalten Tagen überzeugt die tolle Heizung, an warmen Tagen die Klimaanlage. Dank des riesengroßen Kofferraumes sind auch Wochenendausflüge zu US-CAR Treffen kein Problem. Die Beinfreiheit im Innenraum des 5,5 Meter langen Coupés ist großzügig.

Wissenswertes

Gebaut wurde der Pontiac in den USA, Auslieferung und Erstzulassung erfolgte in der Schweiz. Mein Vorbesitzer kaufte ihn im schlechten Zustand, zerlegte den Wagen, ersetzte Blechteile und lackierte den Grand Prix in einem dem original angelehnten Farbton. Das Vinyldach wurde neu angefertigt. Anschließend fuhr er viele Jahre mit einem roten 07- Kennzeichen. Ich hatte den Wunsch nach einer H- Zulassung. Leider waren viele Mängel zu beheben, um die deutsche Zulassung und anschließend die H- Zulassung zu bekommen. Viele Teile wurden ersetzt, er fährt nun super und ich unternehme viel mit anderen „V8- Infizierten“ 

Fazit

Ich habe alles richtig gemacht. Ich habe mir meinen Traum vom US- Oldie erfüllt. Ich bin glücklich 
Ein schönes Fahrgefühl mit geilem V8- Sound. Was gibt es schöneres als im Sommer bei strahlendem Sonnenschein durch die Landschaft zu blubbern?

In dem Sinne, Gruß aus Dresden an alle V8- Fahrer und diejenigen, welche es noch werden wollen.

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